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Ironman Südafrika 2024: kein erneutes 2018

Während es in Bamberg noch geschneit hat, habe ich meine Saison am 21.4. direkt mit einem Highlight, dem Ironman Südafrika in Port Elizabeth, los gekickt. Dort hatte ich bereits gute Erfahrungen machen können, als ich 2018 über die Hälfte der Distanz Ironman 70.3 Weltmeister bei den Amateuren geworden bin. Die Vorbereitungen hätten auch nicht besser laufen können. Ohne Trainingsausfälle durch Krankheiten oder Verletzungen bin ich so gut wie noch nie durch den Winter gekommen und war aufgrund meiner Trainingsergebnisse sehr zuversichtlich, dass ich dort meine beste Leistung über die Langdistanz zeigen werde. Bereits 10 Tage vor dem Wettkampf bin ich angereist, um mich an das Klima, den rauen Asphalt und die Wellen auf der Schwimmstrecke zu gewöhnen. Das Meer ist teilweise so unruhig und die Wellen so hoch, das in den letzten Jahren das 3,8km lange Schwimmen entweder verkürzt oder sogar durch einen Lauf ersetzt wurde. Doch seit 2017 wurde das Schwimmen erstmalig wie geplant durchgezogen und eine „normale“ Langdistanz über 3,8km Schwimmen, 180m Radfahren und 42km Laufen durchgezogen. Insgesamt starteten knapp 30 Profis unter ihnen auch große Namen wie Cameron Wurf, der beispielweise dieses Jahr auch bei der Tour de France mitfahren wird.

Obwohl der Wettkampf solange dauert ist gerade das Schwimmen bzw. der Schwimmstart bei den Profis von großer Bedeutung, da man sich hier eine gute Ausgangsposition im Feld erarbeiten will, um auf dem Fahrrad von einer Gruppendynamik zu profitieren, gerade bei starkem Wind wie am Wettkampftag.

Schon beim Rennen in das 16 Grad kalte Wasser wurde das Feld aufgrund der Wellen auseinander gezerrt. Leider hatte ich hier wie so oft nicht so viel Glück und konnte nicht den Anschluss zu einer Gruppe vor mir halten. Durch das unruhige Wasser war ein rhythmisches Schwimmen sehr schwierig und teilweise „wusste ich gar nicht ob ich noch auf Kurs bin, da man durch die Wellen die Bojen kaum sehen konnte“. Mit einer Schwimmzeit von 57min und einem Rückstand von 3min auf die Gruppe vor mir, in der ich eigentlich sein wollte, konnte ich nicht zufrieden sein. Bis zum ersten Wendepunkt nach knapp 40km der 90km Runde, die es zweimal zu fahren gilt, konnte ich allerdings Zeit gut machen und bis auf 30 Sekunden auf die Gruppe vor mir aufschließen. In Tuchfühlung zu dieser Gruppe, hat sich mein linkes Gesäß langsam aber sich verhärtet. Mit gefühlt einem Tennisball im linken Gluteus, bin ich dann mehr gegen den Schmerz gefahren als gegen meine angestrebte Bestleistung. Es war unmöglich die angestrebte Leistung auf die Pedale zu bringen. Zwar hat sich die Verspannung nach ca. 30min Auschütteln und Dehnen wieder gelöst, jedoch haben sich diese muskulären Probleme bis in die Oberschenkel gezogen, so dass ich nicht mehr die gewohnte Power in den Beinen hatte. Die zweite Runde glich eher einen Grundlagenausfahrt“. Mit der Hoffnung, dass ich deswegen so viel Energie wie noch nie für den Marathon übrig haben sollte, ging es auf die Laufstrecke, um in meiner Paradedisziplin noch nach vorne zu laufen. Doch noch vor der Halbmarathonmarke verließen mich auch hier die Kräfte und ich „trabte“ den Marathon zu Ende. In einer Zeit von 9:12h überquerte ich sehr enttäuscht auf dem 15. Platz liegend die Ziellinie. „Der Sport ist so brutal, weil man viele Opfer eingeht, lange trainiert und dann letztendlich nur zwei bzw. maximal drei Chancen hat, um zu performen. Wenn man dann in Wettkämpfen nicht das zeigen kann, was im Training so gut klappt, ist das sehr frustrierend. Es hat jedoch nicht lang gedauert bis die Frustration zu Motivation wurde für den zweiten Versuch sich für den Ironman Hawaii zu qualifizieren. Diesmal auf deutschem Boden beim Ironman Frankfurt im August.

 



 

 

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